#wirfuerbio: Unser Herzensprojekt

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„Ich bin heute ja so ein bisschen der ungewöhnliche Gast hier. Normalerweise sitzen bei euch ja die ganz großen Namen der Abfallwirtschaft – und ich komme nicht als Vorständin, sondern als Kommunikationsfrau.“ Mit diesen Worten begann ich die Unterhaltung beim Branchenpodcast TrashTalk – moderiert von Dr. Julia Hobohm (DGAW) und Tom Wilfer (EUWID). Die Folge 48 mit dem Titel „Beim Bioabfall kommt Qualität immer vor Quantität“ gibt’s hier.

Anders als bei den üblichen Gästen (meist passend zum Namen aus der Entsorgungswirtschaft) geht es bei schweitzer media um Kommunikation. Für die Entsorgungswirtschaft entwickeln wir Kampagnen, die nicht bei Reichweite enden – sondern bei Verhaltensänderung anfangen. Denn: Kreislaufwirtschaft scheitert selten an fehlendem Wissen in Fachkreisen. Sie scheitert oft an Missverständnissen im Alltag. Und genau da setzt eine gute Kampagne an.

#wirfuerbio: Eine Kampagne, die mehr ist als „ein paar Plakate“

#wirfuerbio ist für das gesamte Team von schweitzer media nicht einfach ein Projekt – es ist eine Herzensangelegenheit. #wirfuerbio zeigt, wie viel Umwelt- und Klimaschutz möglich wird, wenn eine Kampagne konsequent aus dem echten Leben gedacht ist: aus Küche, Tonne, Wohnanlage, Gewohnheiten. Und genau dafür braucht es Kommunikation, die funktioniert: klar, wiedererkennbar, wiederholbar.

2017: Zweiter Durchlauf beim Pitch – und wir setzen uns durch

Wichtig für die Geschichte von #wirfuerbio: Wir waren als Kommunikationsagentur erst im zweiten Durchlauf des großen Agentur-Pitches dabei. Und wir haben uns gegen vier Agenturen aus Schleswig-Holstein und Hamburg durchgesetzt. Das war der Startschuss für eine Zusammenarbeit, die sich über Jahre weiterentwickelt hat – strategisch wie kreativ. Nicht nach dem Prinzip „einmal Kampagne, dann fertig“, sondern als kontinuierlicher Kampagnenprozess, der mit den Herausforderungen der Branche wächst.

Die Entwicklung zeigt, wie tragfähig das Kampagnenkonzept ist:

  • 2017 startete #wirfuerbio mit sieben Betrieben aus Schleswig-Holstein und Hamburg.
  • Offizieller Kampagnenstart: April 2018 mit 23 Betrieben in Norddeutschland.
  • Heute: bundesweit aktiv mit rund 90 Betrieben.

Und ehrlich: 2017 hätte wohl niemand gedacht, dass diese Kampagne neun Jahre später immer noch läuft – heute als Verein wirfuerbio e.V. mit mehr als 90 öffentlich-rechtlichen Entsorgungsbetrieben.

Was wir als Kommunikationsagentur konkret leisten

Und was mache ich eigentlich dabei? Ich steuere mit meinem Team bei schweitzer media die Kommunikation: Strategie, Materialien, Kampagnenlogik, Tonalität – damit es bei den Menschen hängen bleibt und sich Verhalten wirklich ändert.

Durch die besondere Organisationform als Verein mit vielen Mitgliedern haben wir hinsichtlich der Kampagnenführung eine besondere Aufgabe. Es gibt nicht den einen Kunden, sondern 90 gleichberechtigte Vereinsmitglieder.

Was das konkret heißt:

  • Stetiger Erfahrungsaustausch: Wir bringen die beteiligten Betriebe zusammen, sammeln Rückmeldungen aus der Praxis (Was klappt? Wo hakt’s? Welche Zielgruppen erreichen wir noch nicht?) und übersetzen diese Erkenntnisse in bessere Lösungen.
  • Kontinuierliche Weiterentwicklung der Kampagne: Tonalität, Motive, Formate, Schwerpunktsetzung – #wirfuerbio wird laufend aktualisiert, damit die Kampagne frisch bleibt und gleichzeitig wiedererkennbar ist.
  • Ein System statt Einzelmaterialien: Wir entwickeln Vorlagen, Texte, Motive und Module so, dass sie überall funktionieren – und lokal angepasst werden können, ohne dass die Botschaft verwässert.
  • Interner Bereich mit Shop-Lösung: Damit die Betriebe schnell und unkompliziert arbeiten können, gibt es einen internen Kampagnenbereich inklusive eigener Shop-Lösung. Dort können Materialien zentral ausgewählt, personalisiert und bestellt werden – ohne Umwege, ohne Neu-Erfindung.
  • Kampagnenführung mit Blick auf Wirkung: Wir denken immer vom Alltag aus: Was sehen Menschen? Was verstehen sie in Sekunden? Was verändert tatsächlich ihr Handeln?

Kurz: Wir machen aus einem komplexen Thema nicht nur eine Kampagne, sondern ein lebendes Kommunikationssystem, das durch Austausch besser wird – und das den Betrieben Werkzeuge an die Hand gibt, um dauerhaft wirksam zu sein und die getrennte Sammlung von Bioabfällen in ihren Regionen stetig zu verbessern. Dabei liegt der Fokus aus „Klasse statt Masse“. Strategisch geht es in erster Linie also um sauber erfassten Bioabfall. Stimmt die Qualität geht es in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation an das Thema Menge.

Fazit: Gemeinsam mehr erreichen.

#wirfuerbio ist der beste Beweis dafür, wie stark eine gut gemachte Kampagne sein kann – wenn sie auf Wirkung gebaut ist, viele Akteure hat und eine Kommunikationsagentur sie langfristig steuert. Für uns ist das nicht nur ein Auftrag, sondern Teil unserer Haltung: Wir lieben Kampagnen für Umwelt und Nachhaltigkeit. Und #wirfuerbio ist dabei eines der Projekte, das uns besonders am Herzen liegt.